Denkmale

Seit Jahrhunderten ist das Wahrzeichen der Stadt die auf der Grünanlage bei der St. Bartholomäus Kirche stehende älteste Verkehrsäule - die Koniner Säule, auch Meilensäule genannt. Sie markiert die Hälfte der Strecke zwischen Kruszwica und Kalisz. Die Säule ist 252 cm groß und aus Sandstein. Die Inschrift auf der Säule informiert
darüber, dass sie im Jahr 1151 durch den Comes Piotr gestiftet wurde. Aber es wird oft um den Inhalt hinsichtlich sowohl des Stifters als auch des darauf geprägten Jahres ge stritten. Eine Hypothese deutet auf die Ähnlichkeit zwischen der Säule und dem sogenannten Mönch hin, der in Schlesien gefunden und als keltisches Denkmal angesehen wurde. Rathaus. Es ist anzunehmen, dass das erste Rathausgebäude kurz nach der Gründung der Stadt nach Magdeburger Recht, dh. ca.1293 gebaut worden ist. Daneben befanden sich Freibänke und Kramläden – Eigentum des Ko niner Schulzen. Dies war im Einklang mit damaligen Bauregeln der Städte, wovon die wichtigste es war, den Stadtmarkt auszuweisen, der das Herz der Stadt war und auf dem man das - neben der Kirche - wich tigste
Gebäude baute: das Rathaus. Jahrhunderte teil te das Rathaus das Schicksal der Stadt und seiner Bewohner. Vielmals zerstört auf Grund der Überfälle von Feinde sowie wegen Elementarschäden und im mer aberaus den Trümmern durch die nachfolgenden Generationen der Koniner wieder aufgebaut.

Das Rathaus wurde u.a. während des Einfalls der Kreuzritter im Jahre 1331 verbrannt. In weiteren Jahrhunderten zerstörten es die Schweden. Das erste Mal während des „Schwedischen Überfalls” im Jah re 1656 und danach das zweite Mal im Jahre 1707 während des „Großen Nordischen Krieges”. Weitere Kriegszerstörungen, die sich wiederholenden Epide mien und der Wirtschaftsrückgang, führten die Stadt in der Hälfte des 18 Jhs zu einem tiefen Niedergang. Die Größe dieses Niederganges wurde dadurch deutlich, dass Konin durch einige Jahrzehnte kein Rathaus besaß – zerstört im erwähnten Jahre 1707. Die Stadtverwaltung und die Bürger konnten sich dessen Wiederaufbau nicht leisten. Doch im Jahre 1784 hat man endlich ein neues Rathaus an der traditionellen Stelle dh. im Marktzentrum gebaut. Laut Urkunden der preußischen Besatzungsmacht von 1793 hat man im Gebäude die Hauptwache und die Lagerräume untergebracht und daneben hat man einen neuen Wasserbrunnen errichtet. Leider ist auch dieses Rathaus bei der nächsten Feuersbrunst verbrannt. Nach diesem Unglück hat man sehr viele Maßnahmen unternommen, die Stadtbebauung in Ordnung zu bringen. Daher hat man auf die mittelalterliche städtebauliche Konzeption verzichtet. Man hat beschlossen, das Rathaus nicht mehr auf dem Marktplatz wiederaufzubauen, sondern es an eine neue Stelle an der Kreuzung der Straßen Królewska und Nowa (heute 3 Maja und Wiosny Ludów) zu verlegen. Hier hat man in den Jahren 1796-1803 das bis heute existierende Rathaus gebaut. Eines der ältesten Denkmäle der Stadt ist die St. Bartholomäus Kirche. Die wahrscheinlich an der Wende des XIV. zum XV. Jahrhundert aufgebaute Kirche ist ein Drei–Schiff-Bau mit einer Basilik-Struktur. Die Gotikkapelle bei dem Presbyterium entstand im XV. Jahrhundert. Der Hauptaltar wurde im neogotischen Stil gebaut und die zwei Seitenaltäre sind barock. Im Presbyterium befindet sich das Frühbarockgrabmal des Kronenmarschalls, des Landrats von Konin, Stanisław Przyjemski. Eine der wertvollsten Kapellen, von Jan Zemełka gestiftet, wurde im Jahr 1607 hinzugebaut. Im Inneren befindet sich ein Barockepitaphium mit der Büste des Stifters und dem Wappen von Konin. Darüber hinaus der Barockaltar, die spätgotische Skulptur der Mutter Gottes mit dem Kind Jesus auf der Hand (XVI. Jh.). Neben der Kirche befindet sich der nach einem Plan des griechischen Kreuzes aufgebaute Mauerglockenturm aus dem Jahr 1878. Synagoge. Das Gebäude der Synagoge wurde in den Jahren 1925-29 gebaut. Anstelle der bisherigen Holz- Synagoge hatte man von nun an ein prächtiges Gebäude, welches danach in den 80-er Jahren noch um den Vorhof vergrößert wurde. Das Geld für das Gebäude, bestimmt zur Studie des Talmuds sowie für das Bethaus, genannt bajt-ha-midrasz, stammte von dem reichen Koniner Kaufmann Zalman Zander. Ursprünglich war das Gebäude ein geschlossener Körper in Rechteckform. Im Jahre 1883 hat man an der ganzen Länge der nördlichen Seite ein zweistöckiges Element angebaut, das als Betsaal der Frauen diente und im westlichen Teil gründete man den Vorhof. Der Gebäudekomplex wurde durch zwei unabhängige Sattelblechdächer verbunden. Der Hauptsaal, einst komplett verziert, besitzt heute an der östlichen Wand ursprüngliche, teilweise rekonstruierte Wandmalereien. An der östlichen Wand gibt es einen arka-hakodesz-Schrank, der im jüdischen Tempel schön verziert ist, gedeckt mit toff (parochet), und der für das Aufbewahren der Tora-Fragmente (Pentateuchrollen) genutzt wird. Zwischen den Kolumnen gab es bima-almemor, die Lesestelle der Pentateuchrollen während Gottesdienstes. 

Eine Perle der gotischen Architektur in Konin ist die St. Adreas Apostel - Kirche in Gosławice. Sie wurde in der ersten Hälfte des XV. Jahrhunderts durch den Besitzer des Dorfes Andrzej Łaskarz gestiftet. An dem achteckigen Schiff liegt das Presbyterium, zwei Kapellen und eine Vorhalle, die die Kreuzarme bilden. Im Innenraum der Kirche gibt es drei neugotische Altäre vom Ende des XIX. Jahrhunderts und ein achteckiges Steintaufbecken vom Anfang des XVI. Jahrhunderts.

Die im XVII Jahrhundert zum Teil. zerstörte Kirche wurde in den Jahren 1755-75 wiederaufgebaut. Das Dach und das Türmchen im neugotischen Stil stammen vom Ende des XIX. Jahrhunderts. Das Mönchenkloster der Reformatoren enstand im Jahre 1631 auf dem Grundbesitz vom Gutsherrn von Modlibogowice und Wardzyń, Stefan Modlibowski. Dieser Grundbesitz befand sich damals innerhalb des Vorstadtdorfes Chwaliszewo. Im Jahre 1661 fiel die erste Holzkirche in Schutt und Asche. Dank der Stifterin Teofi la Wiśniowiecka wurde das neue, gemauerte Gotteshaus errichtet. Die Kirche besteht aus einer einschiffi gen Halle, der Baustil zeigt uns ein Verschnitt des späten Barocks. Das Gebäude wurde auf einer rech twinkligen Projektion, mit demselben Presbyterium gebaut. 1733 errichtete der Klosterbruder Ma teusz Osiecki vom Osten der gemauerte Klosterkomplex. Nach dem Zusammenbruch des Januar – Aufstandes wurde das Kloster aufgelöst, und seine Bebaung wurde unter anderem zum Bedarf des russischen, militärischen Garnisons ausgenutzt.